Chronik von Rochade Oppum 1950 e. V.

Vom Friseurladen zum Schachzentrum.

1950
In Oppum findet sich eine Gruppe von Schachspielern zusammen.
Wöchentlich, im Geschäft des Friseurmeisters Belien, selber ein eifriger Schachspieler, werden heiße Partien gespielt.
Einer der ersten Iniatitoren ist Otto Kreitschmann.
Die Gruppe wächst. Es entsteht eine Mannschaft, die an den Wettkämpfen in Krefeld teilnehmen will.
Dazu organisiert man sich unter dem Dach von Turm Krefeld 1851 als Abteilung (Gruppe) Oppum.
Otto Kreitschmann wird Abteilungsleiter für die Gruppe Oppum im Turm Krefeld. Oppum lebt als Klub im Klub und trägt eigene Vereinsmeisterschaften aus.

1950 - 1968
Rochade Oppum macht sich einen Namen im Schachbezirk Linker Nicderrhcin. Mit zwei Mannschaften ist Oppum erfolgreich vertreten und steigt über Bczirksklasse, Bezirksliga bis zur Vcrbandsklasse auf.
Gespielt wird in der Gaststätte Sommer „Röpp", 2 Häuser neben Friseur Belien, Maybachstraße in Oppum. Nach jedem Sieg bringt „Röpp", der Wirt, die wohlverdienten Runden.
Spitzenspieler von Rochade Oppum, u. a. Dieter Engelen oder Hans Kalkmann, sind öfter in der ersten Mannschaft von Turm Krefeld vertreten, mit Spielberechtigung bis zur Bundesklasse:

1968
Ermutigt durch die Erfolge der Oppumer Mannschaften, angeführt von Otto Kreitschmann und im Vertrauen auf ein Spielerpotential mit viel Substanz, trennt sich die Abteilung Oppum von Turm Krefeld.
Unter dem Namen „Rochade Oppum 1950" gab es damit in Krefeld einen neuen, eigenständigen Schachverein.
Die Frage des Spiellokals war für Schachklubs immer ein Problem. Nach einigen Umzügen im Zentrum von Oppum fand „Rochade" 1974 im Lokal „Zur Viol", Glockenspitz, endlich eine Heimat für die nächsten 17 Jahre.

1972-1980
Rochade Oppum spielte mit 3 Mannschaften im Bezirk Linker Niederrhein.
Diel. Mannschaft stieg bis zur Verbandskiasse auf. Rochade konnte eine Reihe von Erfolgen in Einzel- und Mannschaftswettbewerben erzielen, darunter Pokale aus Einladungsturnieren.
Mehrere Krefelder Stadtmeistertitel im Blitzschach gingen nach Oppum.

1975 - Rochade stellt den Stadtmeister
Bei Rochade Oppum gab es in diesen Jahren oft Grund zum Feiern und erst recht aus Anlaß des 25jährigen Bestehens:
Zu dieser Zeit wurde der Krefelder Stadtmeister ermittelt, indem sich die Teilnehmer über mehrere Jahre bis zur Titelgruppc durchbeißen mußten.
(Heute wird eine „offene" Stadtmeisterschaft ausgeschrieben).
Es zeugt vom hohen Niveau der Oppumer Spieler, daß Rochade jahrelang mit einigen Spielern in der Titelgruppe vertreten war, z.B. Richard Peters, Dietfried Engelen und Hans Kalkmann (Vizemeister).
Auch Dietfried Engelen stand einige Male im Endkampf, u. a. gegen den unvergessenen Topspieler Karl Heinz Brandenberg.
1975 war es dann geschafft: Dietfried Engelen holte die Stadtmeisterschaft nach Oppum !

1950-1982
Neben dem Vorsitzenden Otto Kreischmann gehörte auch Erich Schmitt zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. 32 Jahre lang arbeitete er als Kassierer für Rochade Oppum.
Bei den Recherchen zu dieser Chronik war das von ihm handschriftlich von 1968 bis 1982 sauber geführte Kassenbuch eine wertvolle Hilfe.

1988
Die Mitgliederzahl war unter 20 gefallen. Sterbefälle, beruflich bedingte Ortsveränderungen und Abwanderungen zu anderen Vereinen waren die Ursachen. Rochade Oppum spielte nur noch mit einer Mannschaft.
Vorschläge in Richtung Fusion mit einem anderen Schachklub wurden laut.
Der Vorsitzende Peter Hülser befand sich in der entscheidenden Phase seines Studiums und gab sein Amt ab. In einer Krisensitzung im Vereinslokal „Zur Viol" nahm Horst Bontenakels die Wahl zum l .Vorsitzenden an.

1990
Die Zahl der Mitglieder hat sich fast verdoppelt, sie ist auf 34 geklettert, darunter 8 Jugendliche.

1991
Unser Vereinslokal wechselt den Besitzer. Der Neue weiß nicht was Schach ist, und so geht Rochade noch einmal auf Suche nach einem Vereinsheim.

1992
Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt.

1994
Das ,,Parkhaus" in Oppum wird neues Turnierlokal für Rochade. In den letzten 3 Jahren mußte Rochade bei Heimspielen an 7 verschiedenen Orten seine Mannschaftskämpfe ausfragen.

1998
Am9.01.98 bezieht Rochade Oppum 1950 e.V. sein jetziges Domizil in der Johansenaue Nr. l, gemeinsam mit zwei größeren Schachvereinen, unter dem Dach des neuen Krefelder Schachzentrums.
Rochade installiert eine Beleuchtungsanlage für den unteren Turniersaal und richtet sich ein schickes Vereinsbüro ein.