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Unzertrennlich mit dem Wort „Jugendarbeit" ist wohl der Name Peter Hülser verbunden. Mit ihm fing eigentlich alles so richtig an.
Auf einem Turnier in der Schutzengelpfarre, das von ihm organisiert worden war, und an dem auch Vereinsspieler (u. a. Horst Steimel) teilnahmen, lernte ich ihn kennen.
Er weckte mein Interesse und wir verabredeten uns nunmehr jeden Freitag und Sonntag in der Gaststätte Viol.
Später brachte ich auch noch Freunde mit (Philipp und Christoph Heinrich, Torsten Cmiel). die wiederum Freunde mitbrachten (Guido Gottschalg, Volker Jäger, Wassili etc.). Auch selbst organisierte Simultanveranstaltungen auf Pfarrfesten ließen die Teilnehmerzahl der Wissbegierigen steigen (Kolja Koch, Christoph Frenken).
Und so wurde mit bis zu zehn Jugendlichen regelmäßig freitags in der Viol Schach trainiert. Das fand anfangs an zwei bis drei Schachbrettern statt, bis Jahre später eine Investition in ein Demo-Brett getätigt wurde.
Schon damals trug das Training erste Früchte.
Auf Turnieren holten wir regelmäßig Buchpreise und auch aus den Seniorenmannschaften (l. und 2. Mannschaft) waren wir irgendwann nicht mehr wegzudenken.
Nicht zu vergessen: Der „Bronzene Turm von Viersen", die wohl größte Trophäe des Vereins, wurde unter Mitwirkung von zwei Jugendlichen gewonnen.
Höhepunkte der Jugendarbeit waren die fast jährlich stattfindenden Jugendfahrten.
Gesponsert durch Verein und Eltern fuhren wir samt Schachmaterial vollbepackt auf Zeltplätze (Heimbach) und in verschiedene Jugendherbergen (Detmold, Versetalsperre, Montabaur, Bad Driburg, Bollcndorf, Bad Marienberg). Peter Hülser und Horst Steimel waren unsere ständigen Begleiter.
Neben Kissenschlachten,
Neben Kissenschlachten, Fußball spielen, Lagerfeuern und Schnitzeljagden wurde regelmäßig auch der örtliche Schachverein besucht.
Unvergessen bleibt, dass wir in Trier mit acht I-Dötzchen „kampferfahrene" Senioren und den Jugendbezirksmeister an die Wand spielten, frei nach dem Motto: Wir kamen, sahen, tranken eine Cola und siegten. Natürlich zur hellen Freude unserer Begleiter.
Widrige Umstände brachten die Jugendarbeit zwischenzeitlich zum Erliegen.
Peter Hülser war mit seinem Studium fertig geworden und Horst Steimel wechselte den Verein.
Auch die damaligen Jugendlichen legten irgendwann neue Schwerpunkte in ihrer Freizeit.
Wiederbelebt und vorangetrieben wurde die Jugendarbeit dann insbesondere durch unseren jetzigen l. Vorsitzenden Horst Bontenakels, der nicht nur die nötigen Mittel für Jugendfahrten, Verzehr etc. zur Verfügung stellte, sondern auch noch seine Söhne als hoffnungsvolle Talente dem Training zuführte.
Diese wiederum konnten weitere Freunde aktivieren, so dass wieder genügend Spieler sowohl für ein regelmäßiges Training als auch für Vierermannschaften vorhanden waren.
Ich selbst hatte mich bereit erklärt das Training zu leiten. Schwierigkeiten ergaben sich insofern, als dass die verschiedenen Leistungsstärken und Trainingsinteressen unter einen Hut zu bringen waren. Hinzu kamen die sich ändernden Freizeitinteressen der Jugendlichen, sowie ein regelmäßiger Wechsel der Trainingsorte.
Schließlich kam die Jugendarbeit zum Stillstand, weil auch mir aus beruflichen Gründen die erforderliche Zeit nicht mehr zur Verfügung stand. Da ich über eine sehr lange Zeit - zunächst als Spieler, später als Mitverantwortlicher - an der Jugendarbeit bei Rochade Oppum teilgenommen habe, erlaube ich mir folgendes Fazit: Jugendarbeit hat mir immer Spaß gemacht - sowohl als Lernender als auch als Lehrender.
Da sie das Lebenselixier eines jeden Vereins ist, sind Investitionen in sie immer rentabel.
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